Eignungsprüfungen

Im Rahmen der Eignungsprüfung von Schlauchlinern werden zusätzlich zu den vorgenannten Prüfungen u.a. folgende Prüfungen durchgeführt:

Prüfung der Anfangs-Ringsteifigkeit nach DIN EN 1228

Linerabschnitte von 30 cm Länge werden im Kurzzeit-Scheiteldruckversuch innerhalb von 60 Sekunden um 3% des mittleren Durchmessers verformt. Nach einer Haltezeit von 2 Minuten wird aus der sich ergebenden Kraft die Anfangs-Ringsteifigkeit S0 bzw. der Umfangs-E-Modul berechnet.
E = (S0×dm³×12)/e³
dm = mittlerer Durchmesser, e = Wanddicke

Kriechversuch über 10.000 Stunden nach DIN EN 761

An Linerabschnitten mit einer Länge von 30 cm wird ein Langzeit-Scheiteldruckversuch durchgeführt. Die Proben werden dazu mit konstanter Last so beaufschlagt, daß eine Anfangs-Vertikalverformung von ca. 1,75 % des Durchmessers erreicht wird. Danach wird die Verformung in Abhängigkeit der Zeit bis zu einer Dauer von 10.000 Stunden (= 13 Monate) gemessen.

Anhand dieser Werte kann eine Extrapolation der Verformung auf 50 Jahre (438.000 Stunden) erfolgen.

Der Langzeit-Abminderungsfaktor A1L für den E-Modul und die Biegefestigkeit wird aus den Verformungen nach 3 Minuten (gemessen) und nach 50 Jahren (extrapoliert) berechnet.

Je höher der Abminderungsfaktor ist, desto stärker kriecht das Material unter Belastung, d.h. desto nachgiebiger ist es gegenüber dauernden Lasten.


F+E Ing. GmbH, 2012